Radio Malaga zum 43. Mal ausgehoben
Unangefochtener Rekordhalter in punkto Aushebungen bleibt Radio Malaga aus Rhauderfehn-Langholt: Am Freitag, 12. Januar 2007, gegen 20.20 Uhr klingelten zwei Mitarbeiter der Bundesnetzagentur in Begleitung von zwei Polizisten wieder einmal bei Stationsbetreiber Marco. Wie der Internet-Informationsdienst etherpiraten.com berichtet, wurde bei der Aktion ein 5-Watt-Steuersender beschlagnahmt. Malaga soll zuletzt auf 106.1 MHz aktiv gewesen sein. Vermutlich wird es nicht lange dauern, bis die Station in den Äther zurückkehrt.
9290 kHz: Erstmal Zurückhaltung
Nach erster Euphorie, dass das Ulbroka-Relais auf 9290 kHz wieder zur Verfügung steht, scheinen sich die potenziellen Kunden auch aus Deutschland erst einmal zurückzuhalten. Nach Radio Joystick (das weiterhin an jedem ersten Samstag im Monat um 9 Uhr UTC eine Stunde aus Lettland zu hören ist) hatte nur Radio Caroline Eifel eine Sendestunde gebucht. Möglicherweise liegt's an dem Kurs von 78 Euro pro Stunde. Oder aber man wartet auf die angekündigte Installation eines 10-kW-Senders in Ulbroka, der ebenfalls auf 9290 kHz senden soll - zu günstigerem Preis.
Wer keine Kosten scheut, kann aber auch in Pori nachfragen: Die bis Jahreswechsel von Radio Finland benutzten Kurzwellensender sollen auch angemietet werden können. Allerdings ist da von 150 Euro pro Stunde die Rede. Und falls man auf Mittelwelle 1314 kHz mit 1.200 Kilowatt aus Kvitsoy (Norwegen) europaweit senden will - Radio Nederland Wereldomroep hat dafür im vergangenen Jahr 320 Euro pro Stunde auf den Tisch gelegt.